Ausstellung Franz Stock – Frieden als Auftrag

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Termin 18. Januar bis 23. Februar 2014

In einer eindrucksvollen Ausstellung stellt der Freundeskreis Holzwickede-Louviers e.V. das Leben des Abbé Franz Stock und die Auswirkungen seines Wirkens auf die deutsch-französische Aussöhnung dar. Franzosen gaben Franz Stock die Bezeichnung “L’Aumônier de l’enfer – Der Seelsorger der Hölle” und “L’Archange en enfer – Der Erzengel in der Hölle”.

Die Ausstellung ist vom 18. Januar 2013 bis zum 23. Februar 2013 im Geschäftslokal Bahnhofstr. 2 in Holzwickede (vormals Schuhgeschäft Rose) zu sehen. Die Öffnungszeiten werden wir in Kürze hier veröffentlichen.

“Abbé Franz Stock – das ist kein Name – das ist ein Programm!” Nuntius Roncalli, der spätere Papst Johannes XXIII., sagte dies am 28. Februar 1948 in seiner Ansprache zur Beisetzung Stocks in Paris. Franz Stock ist 1904 in Arnsberg / Neheim (Westfalen) geboren. Er wurde sehr durch den Krieg 1914/1918 und durch die Zeit danach mit ihren politischen und ökonomischen Wirren geprägt. Parallel zu seiner religiösen Berufung beschloss er, sich für die Völkerverständigung einzusetzen, insbesondere zwischen der deutschen und französischen Jugend. Nach Studienaufenthalten in Frankreich und Reisen in frankophone Gebiete wurde er 1934 zum Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde Paris bestellt, eine Tätigkeit, die er 1940 nach kurzer Unterbrechung wegen des Kriegsausbruches fortsetzte.

Als der Seelsorger der Gefängnisse von Paris und der Hinrichtungsstätte auf dem Mont Valérien westlich von Paris während der nationalsozialistischen Besatzungszeit ist er in die Geschichte eingegangen. Franzosen gaben ihm die Bezeichnung “L’Aumônier de l’enfer – Der Seelsorger der Hölle” und “L’Archange en enfer – Der Erzengel in der Hölle”. Er hat unsägliches Elend gelindert, über tausend von der Besatzungsmacht Verurteilte auf den Tod vorbereitet und sie bis zum Ende – bis zur Richtstätte begleitet. Neben dieser an sich schon harten und leidvollen Tätigkeit benachrichtigte er insgeheim die Familien der Gefangenen und, wo es möglich war, warnte er die Widerstandskämpfer vor den ihnen drohenden Gefahren. Viele Widerstandskämpfer, wie Edmond Michelet, Jean de Pange, Robert d´Harcourt, Gabriel Péri und Honoré d’Estiennes d’Orves haben ihm die Ehre erwiesen. Heute ist der Platz vor dem “Mémorial de la France Combattante”, das an den Widerstand der Franzosen gegen die deutsche Besatzungsmacht erinnert, nach Abbé Franz Stock benannt.

Ein Seligprechungsverfahren für Franz Stock wurde am 14. November 2009 durch Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn, eröffnet.

Als 1945 seine Gesundheit nach den Kriegsjahren schwer angegriffen war und er in die Heimat hätte zurückkehren können, nahm er eine neue Aufgabe an: die Gründung und Leitung eines Seminars besonderer Art im Kriegsgefangenenlager in Le Coudray bei Chartres, in dem in Gefangenschaft geratene deutschsprachige Priester und Seminaristen zusammengeführt wurden. So ist das “Stacheldrahtseminar” entstanden, wo von 1945 bis 1947 ca. 1000 junge Menschen auf ihre zukünftigen Aufgaben in einem neuen Europa vorbereitet wurden. Zur Zeit entsteht in dem historischen Gebäude die ” Europäische Begegnungsstätte Franz Stock”.

Weitere Informationen im Internet auch unter www.franz-stock.de

Zu den Öffnungszeiten bieten wir preisgünstig Getränke an.

Öffnungszeiten der Ausstellung

freitags 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr  —  samstags  15.00 Uhr bis 17.00 Uhr – sonntags  10.30 Uhr bis 12.00 Uhr

Erster Öffnungstag ist Samstag, 18.1.2014. Die Ausstellung endet am Sonntag, 23.2.2014. Der Eintritt ist frei.

Nähere Informationen gibt Ihnen – auch zu möglichen Sonderterminen für Gruppen – gern Frau Anja Wolf unter Tel. 02301-5138.

Presseberichte zur Ausstellung finden Sie in der Rubrik “Pressespiegel” in der Menüleiste.